Seminare 2017

März

“Erste Hilfe Kurs am Hund” mit Tierärztin Bianca Weiglein am 18. März 2017 von 14- 17 Uhr
Als Fortbildung von der Tierärztekammer Niedersachsen anerkannt!

Inhalte sind u. a.:
Biss- und Schnittverletzungen versorgen, Blutungen stoppen, Verbände anlegen.
Was tun bei Augenverletzungen/Fremdkörpern?
Wie erkenne ich Vergiftungserscheinungen?
Fieber messen, Puls und Atmung, Kreislauf-Check.
Symptome einer Magendrehung und Behandlung.
Was gehört in eine Notfallapotheke und in ein Notfallset zum Mitnehmen?

Der Kurs findet ohne den eigenen Hund statt, ein „Übungshund“ ist vorhanden!

Teilnahmegebühr pro Person: 20,- Euro p.P.
Anmeldungen: info@kidsanddogs-schaumburg.de
Ort: Stadtagen

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M A I 2017

 

Dr. Marie Nitzschner mit dem Thema: “Erkenntnisse aus der Kognitionsforschung und deren Anwendung im Hundetraining” am 6. und 7. Mai 2017
Als Fortbildung von der Tierärztekammer Niedersachsen und Schleswig-Holstein zum Erhalt der Zertifizierung anerkannt!

In den letzten Jahren ist das wissenschaftliche Interesse an den kognitiven Fähigkeiten unserer Hunde rasant gestiegen. Weltweit untersuchen unterschiedliche Forschungsgruppen, inwiefern Hunde in der Lage sind, verschiedene Problemstellungen zu lösen und welche Rolle Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung oder gar Kreativität dabei spielen.

  • Wie ist der aktuelle Forschungsstand?
  • Welche Schlüsse können daraus resultierend auf die kognitiven

Fähigkeiten unserer Hunde gezogen werden?

  • Und vor allem, wie lassen sich diese Erkenntnisse ins

Hundetraining übertragen?

In diesem Workshop betrachten wir zunächst die lerntheoretischen Ansätze, die jedem Lernverhalten zu Grunde liegen und wie man diese Lerngesetze in die Praxis umsetzt. Darüber hinaus schauen wir uns auch an, inwieweit die kognitiven Kapazitäten von Hunden auch andere Möglichkeiten des Lernens zulassen. Es werden Untersuchungen zu verschiedenen kognitiven Fähigkeiten, wie zum Beispiel zum Problemlöseverhalten, Kommunikation und Kooperation vorgestellt. Einige Studien werden wir in diesem Workshop nachstellen.

Ein weitere zentraler Punkt des Workshops ist die Hund-Mensch-Kommunikation. Hunde sind Meister darin, uns zu lesen – das ist wohl kein Geheimnis. Aber was verstehen sie wirklich von unserer Kommunikation? Können sie unsere Mimik und Gestik deuten?

Was verstehen sie von unserer Sprache? Wissen sie, wann unsere Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist? Und wissen sie, wie wir uns fühlen? Es werden verschiedene aktuelle Studien zum Thema Hund-Mensch-Kommunikation präsentiert und einen Überblick darüber gegeben, was Hunde von der Interaktion mit uns verstehen.

Ort: Sportpark Südhorsten/Helpsen
Samstag/Sonntag 10-17 Uhr
Kosten: 195 Euro p.P. zzgl. Verpflegung und Übernachtung

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A U G U S T

Wochenendseminar mit Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen am 5. und 6. August 2017
Dorit
Als Fortbildung von der Tierärztekammer Niedersachsen und Schleswig-Holstein zum Erhalt der Zertifizierung anerkannt!

Abendvortrag am Samstag, den 5.8.2017 von 19 bis 21 Uhr 30 Uhr:
“Tierschutzwidrige Hundeausbildung”

Tierschutzwidrige Ausbildungspraktiken auf Hundeplätzen, im Training und in der Ausbildung von Diensthunden werden beispielhaft vorgestellt.

Die Auswirkung bestimmter “Ausbildungspraktiken” auf das Empfinden eines Hundes wird diskutiert. Das geltende Tierschutzrecht, als direkter ethischer Tierschutz, formuliert in seinem § 1 sein ethisches Postulat, benennt die Mitgeschöpflichkeit von Tieren. Es bedarf eines vernünftigen Grundes, einem Wirbeltier Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Dieses “Vernunftproblem” im Bereich der intersubjektiven Bewertung wird angesprochen. Es geht um den Einsatz aversiver Reize und vermenschlichender Bestrafungen sowie um die Darstellung der Befindlichkeiten (psychische Vorgänge) von Hunden, die mit neurophysiologischen Prozessen verbunden sind. Was wird jeweils gelernt?

Es ist eine naive, überaus vordergründige Vorstellung, ein ängstlicher Hund befände sich automatisch unter Kontrolle seines “dominanten” (subjektive Fehleinschätzung!) Menschen, so dass er sich dem Willen des Menschen “unterwerfe”…

Grundlage der Ausführungen: Gutachtertätigkeit und eigene Untersuchungen zur Lernbiologie von Hunden.

Kosten: 25 Euro pro Person
Ort: Stadthagen
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de

Sonntag, 6.8.2017 von 10-15 Uhr “Verhaltensentwicklung beim Hund, Rasseunterschiede”

Kenntnisse zur jeweiligen Verhaltensentwicklung sind ganz entscheidend für den Zugang zum Verständnis des Verhaltens einer Art oder einer Haustierform oder einer Rasse ganz allgemein. Entwicklung beschreibt zwar eine kontinuierliche Veränderung, man kann sie jedoch, orientiert an beobachtbaren physiologischen, ethologischen und morphologischen Entwicklungsschritten, in bestimmte Phasen einteilen.
Während der Entwicklung eines Jungtieres wechseln sich Phasen stetigen Fortschreitens der Entwicklung (Auftreten neuer Verhaltensweisen) mit solchen rein qualitativer Veränderung (Ausreifung vorhandener Verhaltensweisen) ab.
Ein Entwicklungsethogramm (nach Althaus, 1982) ist ein dynamisches Geschehen. Es verändert sich in den ersten zwölf Lebenswochen täglich, insbesondere während der Sozialisierungsphase. Es gibt sowohl qualitative (Art und Weise) als auch quantitative (Zahl, Häufigkeit) Veränderungen der bestehenden Verhaltensmuster, es treten neue Verhaltensweisen auf oder es verschwinden welche. Einzelne Entwicklungsphasen werden definiert nach dem erstmaligen Auftreten bzw. Verschwinden von (infantilen) Verhaltensweisen.
Die Phasen der Welpenentwicklung sollen beispielhaft an europäischen Wölfen und Haushunden verschiedener Rassezugehörigkeit dargestellt werden. Kann man Besonderheiten der Entwicklung von Hunderassen an ihrer anatomisch-morphologischen Ähnlichkeit mit Wölfen erkennen? Es gibt Wissenschaftler, die wolfsähnlich aussehenden Rassen ein wolfsähnlicheres Verhalten zuschreiben als Hunden differenten Aussehens, die ausgeprägt neoten sein und auch mehr juvenil (nicht kontext-bezogen) vokalisieren sollen (Goodwin, 1992). Wir fanden bei Hunden verschiedener Rassezugehörigkeit relative Beschleunigungen und relative Verlangsamungen in bunter Mischung für Verhaltensweisen unterschiedlicher Funktionskreise (Mosaikvererbung, Herre 1990).

Ort: Stadthagen
Kosten: 85,- Euro pro Person
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de

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September

23. & 24. 9.2017 “Warum tut der Hund, was er tut” mit Christine Holst zum gleichnamigen Buch:

Ist als Fortbildung durch TÄK NS anerkannt

Seminarbeschreibung:
Die Grundlage für eine erfolgreiche Verhaltenstherapie wie auch Training ist das tiefgreifende Verständnis für die Individualität und Persönlichkeit von Menschen und ihren Hunden. Erst das Ergründen oftmals beider Ontogenesen enträtselt Ursachen für „Problem“ Verhalten. Dies bedingt ein umfassendes biologisches, verhaltensbiologisches und physiologisches Fachwissen, eine interpretationsfreie Beobachtungsgabe sowie die Fähigkeit respektvoll und vorurteilsfrei kommunizieren zu können. Dieses Seminar wird -begleitend zum Buch- insbesondere den menschlichen Kommunikationsprozess, den Anamnese Baum und Verhaltensanalysen darstellen.

1. Menschliche Kommunikationsprozesse verstehen und verändern
Erst wenn es uns gelingt, den Hundehalter zu verstehen und ihn zu erreichen, können wir Veränderungsprozesse herbeiführen. Dies bedingt Kommunikation in seiner Ganzheit zu begreifen. Also was blockiert Kommunikation und was hat unser eigenes Lebensskript damit zu tun? Liegt hier die Ursache für unsere Einstellung anderen gegenüber und für mögliches Schubladen-Denken? Nur, wie befreien wir uns aus dieser Falle?
Dieser Part zeigt mögliche Lösungswege und wird für die Persönlichkeitspsychologie im Kommunikationsprozess sensibilisieren; denn man kann nicht nicht kommunizieren! Vorgestellte Kommunikationsmodelle, praktische Übungen uvm. werden bei der Selbstreflektion helfen.

2. Anamneseleitfaden zur Fallanalyse
Um die Ursachen für Hundeverhalten enträtseln zu können bedarf es einer umfassenden Anamnese. Diese schließt das Menschenverhalten mit ein. In diesem Seminar lernen Sie den Anamnese Baum als Leitfaden zur Ergründung möglicher Ursachen für „Problem“ Verhalten kennen. Er dient nicht nur als Handwerkszeug, sondern vermittelt gleichsam das obligatorische Fachwissen, gibt Einblicke in beide Persönlichkeitsstrukturen uvm. Oder anders herum zeigt der Anamnese Baum auch vielleicht vorhandene Wissenslücken auf.

3. Verhaltensanalysen zu Bindung, Vertrauen etc.
Ist die Fallanalyse gefertigt, bedarf es oft einer Überprüfung, um zur Diagnose zu gelangen. Denn erst wenn die Diagnose stimmt, können Therapie -und Trainingskonzepte nachhaltig gelingen. Tests zur Überprüfung gibt es viele. In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf den Voraussetzungen zur Durchführung. Auch hier werden praktische Übungen zur Veranschaulichung beitragen.

Freuen Sie sich auf ein Seminar, das in seinem ganzheitlichen und undogmatischen Ansatz ein Gespür für die Komplexität, Verantwortung und Anspruch an Nachhaltigkeit vermitteln möchte.

Zur Referentin:
Christine Holst ist Dipl. Betriebswirtin und hat als Führungskraft im Marketing Management nicht nur viele Persönlichkeits-Seminare absolviert, sondern ist auch in der Transaktionsanalyse nach Berne ausgebildet. Workshops im Familienstellen, systemischen Coaching und Erlebnispädagogik runden die Fortbildungen ab. Obligatorisch sind die Aus -und Weiterbildungen als Mensch-Hund-Coach.

Seminarablauf:
Samstag, den 5.08.2017 von 10.00 bis ca. 18.00 Uhr
Sonntag, den 6.08.2017 von 10.00 bis ca. 17.00 Uhr

Für genügend Pausen ist gesorgt.

Teilnahmegebühr:
195,00 € (inkl. MwSt.) pro Person
Ort: Helpsen

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Oktober

“Aggression ist auch nur Kommunikation” mit Franzi Ferenz (Backof) am 21./22. Oktober 2017 10-17 Uhr


” Aggression ist auch nur Kommunikation” – Um diesen Satz und dessen Bedeutung wird es in diesem Workshop gehen. Was ist Aggression? Sind Aggressionen grundsätzlich schlecht? Wo fängt Aggression an? Kann/Sollte ich Aggressionen abtrainieren? Der 2-tägige Workshop behandelt das Thema sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis. Wir werden das Verhalten einiger Hunde analysieren und gemeinsam Handlungskonzenpte erstellen und umetzen. Dieser Workshop richtet sich sowohl an interessierte Hundehalter, Hundetrainer und Tierheimmitarbeiter. Solltet ihr eigene (aggressive) Hunde mitbringen wollen, dürft…

Ort: Minden / Tierheim
Kosten:
Aktiv mit Hund 195 Euro p.P.
Passiv ohne Hund 115 Euro p.P.
zzgl. Übernachtung und Verpflegung
Ort: Minden

Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de
https://www.rootdogs.de/franziska-ferenz-hundetrainer/

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